Verbier Festival
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Podcasts 2016 (auf Französisch)


Michael Tilson Thomas©DR

Michael Tilson Thomas©DR

Mahler Abend – 7. August

Gewaltig durch ihre Dauer und die Orchestergröße, die sie erfordert, ist die 3. Sinfonie wohl die lebendigste aller je von Mahler komponierten Partituren, und zwar in Bezug auf alles, was das Leben beinhaltet: Schönheit, Größe, Gewalt, zuweilen auch Süße.

Diese Sinfonie ist eines der Lieblingswerke von Michael Tilson Thomas, der sie, schon zwei Mal auf CD verewigt hat. Bei diesem Werk kann ein großes Orchester in all seinen Nuancen erstrahlen – und erst recht unter der Stabführung eines der größten Mahler-Kenner unserer Zeit. Der amerikanische Maestro, der uns ein weiteres Mal mit seiner Anwesenheit beglückt, zwei Chöre der Region sowie die französische Altistin Nathalie Stutzmann ein, sich zu ihm und den jungen Musikern des Verbier Festival Orchestra zu gesellen, um gemeinsam diese großartige Hymne an das Leben erklingen zu lassen.

Podcast von Michèle Larivière


Marc Minkowski ©DR

Marc Minkowski ©DR

Spanischer Abend – 26. Juli

Ab in den Süden für dieses Konzert unter der Leitung von Marc Minkowski.

Der französische Dirigent hat ein Programm im Zeichen Spaniens vorbereitet, mit zwei Meisterwerken des iberischen Repertoires: dem Concerto von Aranjuez de Rodrigo und Fallas glühendem Ballet El amor brujo.
¡Que viva España!

Podcast von Michèle Larivière

Charles Dutoit ©NicolasBrodard

Charles Dutoit ©NicolasBrodard

Eröffnungabend – 22. Juli

Ehre, wem Ehre gebührt: Charles Dutoit, aktueller Chefdirigent des Verbier Festival Orchestra, eröffnet das 23. Festival mit einem Abend im Zeichen der Romantik.

Begleitet wird er von der südkoreanischen Violinistin Kyung Wha Chung, die kürzlich nach zwölfjähriger Abwesenheit mit großen Erfolg in die europäische Musikszene zurückgekehrt ist und schon zahlreiche Male unter seiner Stabführung gespielt hat – nicht zuletzt für drei fantastische Aufnahmen bei Decca. Der Schweizer Dirigent beginnt mit Brahms’ Violinkonzert, einem virtuosen Meisterwerk von unvergleichbarem melodischen Reichtum, und widmet sich anschließend einem seiner Lieblingsstücke, der Symphonie Fantastique von Berlioz, bei der seine schwungvolle und strenge Stabführung schon zuvor auf der Bühne wie auf der CD Wunder gewirkt hat.

Zwei lebende Legenden der Musikwelt und zwei Höhepunkte des romantischen Repertoires, die das diesjährige Festival ganz entschieden als ein Musikevent der Spitzenklasse und der Leidenschaft beginnen lassen.

Podcast von Michèle Larivière



Iván Fischer ©BudapestFestivalOrchestra

Iván Fischer ©BudapestFestivalOrchestra

Wagner Abend – 4. August

Spätestens seit seiner Darbietung von Mahlers 6. Sinfonie im Jahr 2014 weiß man, dass Iván Fischer auch die kompliziertesten Werke des Repertoires perfekt beherrscht. Der Gründer des Budapest Festival Orchestra entflammt mit unglaublicher Präzision die großen sinfonischen Seiten aus Wagners Opern. Die Emotionen werden beim Tod Isoldes ihren Höhepunkt erreichen, denn die Rolle wird von der berühmten schwedischen Sopranistin Nina Stemme gesungen – nicht mehr und nicht weniger als die größte Wagner-Stimme unserer Zeit!

Podcast von Michèle Larivière


Bryn Terfel©DR

Bryn Terfel©DR

Verdis Falstaff – 29. Juli

„Alles ist Spaß auf Erden, der Mensch ein geborener Tor.“ Mit dieser Volksweisheit endet Falstaff, die letzte Oper des 80 Jahre alten Verdi. Das 1922 entstandene Werk ist wohl das gelungenste und originellste seines Autors und behält dabei den sprudelnden Charme seiner Jugendarbeiten bei. Ein Libretto voller überraschender Wendungen und eine besonders virtuose Partitur, die hauptsächlich auf der Qualität der Titelrolle ruhen, einer Bassbariton-Stimme, die Sinn für Komik und stimmliches Fundament miteinander verbinden kann, ohne den komplexen Charakter dieser urwüchsigen Figur zu verleugnen.

Dieser Aufgabe wird Bryn Terfel mehr als gerecht…

Podcast von Michèle Larivière

ALDRICH-Kate

Kate Aldrich ©FadilBarisha

Bizets Carmen – 25. Juli

Die Nachwelt hat auf amüsante Art Revanche genommen am Pariser Publikum des Jahres 1875, das der Geburt von Carmen, dem letzten Meisterwerk von Bizet, beigewohnt hat. Die heißblütige Zigeunerin, die von ihren Zeitgenossen zunächst nicht beachtet, ja sogar abgelehnt wurde, ist eine der berühmtesten Opernheldinnen der Welt geworden. Dass das Werk wieder in der Gunst der Opernfreunde steht, hat wohl mit den mittlerweile weniger strengen Sitten zu tun: Für die gute Pariser Gesellschaft der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es undenkbar, dieser aufrührerischen Geschichte einer Zigeunerin mit „dutzenden“ von Geliebten und einer gelinde gesprochen ausschweifenden Lebensweise ihren Segen zu geben. Aber die Mentalität hat sich geändert und mit ihr auch die Wahrnehmung der faszinierenden Musik des Komponisten der Romantik. Die Partitur von unglaublicher tragischer Kraft birgt einige der schönsten Seiten, die jemals für Mezzosopran-Stimme geschrieben worden sind, während das Genre der Opéra comique (Wechsel von gesprochenen und gesungenen Dialogen) außergewöhnliche dramatische Fähigkeiten erforderlich macht.

Anforderungen an Stimme und Bühnenkunst, denen Kate Aldrich ohne Schwierigkeiten gerecht wird.

Podcast von Michèle Larivière