Verbier Festival
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Martin T:son Engstroem

Gründer und Festivalleiter

Martin T:son Engstroem wurde 1953 in Stockholm geboren. Er wuchs dort auf und studierte Musikgeschichte und Russisch auf Magister an der dortigen Universität. 1975 ging er nach Paris und arbeitete für die Künstleragentur Opéra et Concert. Er war außerdem lange Jahre lang Berater von Herbert von Karajan. 1986 ließ er sich in der Schweiz nieder. In dieser Zeit arbeitete er der Reihe nach als Berater für EMI Frankreich, für die Ludwigsburger Schlossfestspiele und für die Pariser Oper.

1991 stellte er das Projekt „Verbier Festival et Académie“ auf die Beine, das 1994 erstmals stattfand. Noch heute ist er dessen Geschäftsführer. In den Jahren 2000 und 2005 gründete er das Verbier Festival Orchestra bzw. das Verbier Festival Chamber Orchestra. 2013 erblickte ein weiteres pädagogisches Projekt auf seine Initiative hin das Licht der Welt: das Verbier Festival Music Camp (heute Verbier Festival Junior Orchestra).

Von 1999 bis 2003 war er bei der Deutschen Grammophon Vizepräsident der Abteilung „Artists & Repertoire“, von 2003 bis 2005 Senior Executive Producer & Artist Development. In dieser Zeit kümmerte er sich u.a. um Aufnahmen von Anne-Sophie Mutter, Pierre Boulez, Claudio Abbado und Maurizio Pollini und holte auch neue Künstler ins Haus wie z.B. Anna Netrebko, Lang Lang, Yundi Li, Hélène Grimaud, Ilya Gringolts, Hilary Hahn und Esa-Pekka Salonen.

Martin T:son Engstroem war Jurymitglied bei verschiedenen Wettbewerben, wie dem 50. Paganini-Wettbewerb in Genua (2005), dem 1. Das Lied-Wettbewerb von Thomas Quasthoff (2009), dem Clara Haskil-Wettbewerb und dem Tschaikowski-Wettbewerb. Er war außerdem Mitglied mehrerer Stiftungsbeiräte, u.a. beim Béjart-Ballet Lausanne und der Tibor Varga-Akademie in Sion sowie Mitglied im Verwaltungsrat des Glion Institute of Higher Education.

Im April 2015 wurde ihm im Rahmen einer Zeremonie im Puschkin-Museum in Moskau der Dimitri Schostakowitsch-Preis verliehen. Der von der Juri Baschmet-Stiftung vergebene Preis gilt als einer der wichtigsten der russischen Kunstszene. Martin T:son Engstroem ist als erster Preisträger des Dimiti Schostakowitsch-Preises kein Musiker.